Von Whiteboard bis Smartphone – neue digitale Technologien im Unterricht brauchen neue digitale Bildungsangebote und Vermittlungsformen:

Im Thema “digitales Lernen: Lernware” möchten wir uns mit den bereits gemachten Erfahrungen befassen, den Einsatz digitaler Technologien in der Bildung diskutieren und vor allem nicht nur die Technikbrille aufhaben, sondern insbesondere die Perspektive der Anwender_innen einnehmen. Denn nur wenn gut funktionierende Hardware einfach und anwendungsorientiert neue Vermittlungswege geht (Stichwort: Interaktivität, Kollabboratives Lernen). Nur dann bietet sie auch einen wirklichen Mehrwert für Lehrende und Lernende.

  

Open School – Kollaboration, Mitsprache und Interaktion:

“In Schulen, dem Unterricht und schließlich im gesellschaftlichen Alltag mitwirken können” ist eine aktuelle und berechtigte Forderung, sollen folgende Ziele erreicht werden: Identifizierung, Aktivierung und Integration. Wie gehen Schulen mit diesem durch die Digitalisierung verstärkten Thema um? Wie schaffen es Lehrer_innen und politische Bildner_innen, die Jugendlichen nicht nur zu erreichen, sondern diese auch einzubinden und deren Forderungen zu berücksichtigen?

  

Sinnvolle Kooperationen – Vernetzung von schulischer und außerschulischer Arbeit:

Schule ist nur einer unter vielen Einflüssen, die Jugendliche prägen – nur einer von vielen Orten, an denen gelernt und gelehrt wird. Wer sich an seine eigene Schulzeit erinnert, wird feststellen, dass ein großer Teil der prägenden Erfahrungen nicht aus dem Klassenraum stammt. Eine Diskussion über Bildung, gerade über die Fächer Geschichte und Politik, darf sich daher nicht auf Schule und Unterricht beschränken. Außerschulische Bildungskontexte – von Jugendclubs über Bildungsstätten bis hin zu Gedenkorten und deren Zusammenspiel mit der Schule können wesentliche Erfolgsfaktoren für die persönliche Bildung sein.

  

Das Multikultiklassenzimmer:

Die veränderte soziokulturelle Zusammensetzung der Gesellschaft schlägt sich auch in der Schülerschaft der Klassen nieder. Die Effekte der dauerhaften Migration und einer zunehmend individualisierten und damit ebenfalls heterogenen Schülerschaft werfen für Lehrende zahlreiche drängende Fragen auf und bestimmen den Schulalltag – vor allem auch im Bereich der historisch-politischen Bildung. Wer sind die Jugendlichen, die ich vor mir habe? Was weiß ich über sie und interessiert mich ihre ganz persönliche Geschichte überhaupt? Wie weit ist, gerade in Zeiten der Digitalisierung, der Grad der Individualisierung? Sind die Jugendlichen offen, etwas zu lernen – was sind ihre Vorbilder, ihr Bezugsrahmen, ihr Vorwissen? Oder ist “unsere” Geschichte etwas Fremdes ohne Sinn und Bezug?

 

Was macht eine gute Lehrkraft aus? Was bedeutet das für die Lehreraus- und -weiterbildung? Wie sieht der Ist-Zustand aus? Welche Zukunftsvisionen gibt es? Welche neuen Anforderungen stellen Heterogenität in den  Klassenzimmern sowie die zunehmende Bedeutung digitaler Medien und Endgeräte an die Lehrer_innen? Und was wird diesen Anforderungen in der Ausbildung von Lehrer_innen und außerschulischen Bildner_innen entgegen gebracht? Unter dem Themenschwerpunkt Lehrende & Bildende geht die Werkstatt Fragen rund um die Aus- und Weiterbildung Lehrender und außerschulisch Bildender nach, erfasst den Ist-Zustand und diskutiert neue Ansätze und Visionen zum Thema.

  

Im Sommer 2002 befasste sich ein UNESCO-Forum mit sogenannten Open Educational Resources (OER) und prägte damit diese Begrifflichkeit für frei zugängliche und offene Lehr- und Lernmaterialien. In Deutschland nimmt die Auseinandersetzung mit OER vor allem seit der Debatte um den Schultrojaner im Herbst 2011 Fahrtwind auf. Auch werkstatt.bpb beschäftigt sich in diversen Beiträgen und im Rahmen eines SpeedLabs mit dem Thema, um Fragen zu diskutieren, die im Kontext von OER und deren Einsatz im Schulunterricht sowie der außerschulischen Bildung eine Rolle spielen: Welche Bedeutung haben OER für die Lehre, das Lernen und die Institution Schule? Wie lässt sich die Qualität von OER sicherstellen? Wie steht Deutschland im Vergleich zu Entwicklungen in anderen Ländern da? Wie lassen sich OER gewinnbringend in den Unterricht und die außerschulische Bildung einbeziehen? Welche Probleme müssen bis dahin angegangen werden? Und wer geht sie an?

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