Offroad

Sinnvolle Kooperationen – Vernetzung von schulischer und außerschulischer Arbeit

 

Schule ist nur einer unter vielen Einflüssen, die Jugendliche prägen. Wer sich an seine eigene Schulzeit erinnert, wird feststellen, dass ein großer Teil der prägenden Erfahrungen nicht aus dem Klassenraum stammt. Eine Diskussion über Bildung, und gerade über die Fächer Geschichte und Politik, darf sich daher nicht auf Schule und Unterricht beschränken. Außerschulische Bildungskontexte – von Jugendclubs über Bildungsstätten bis hin zu Gedenkorten –  und deren Zusammenspiel mit der Schule können wesentliche Erfolgsfaktoren für die persönliche Bildung sein.

 

Wie integrieren wir außerschulische Bildungspartner in die Schule? Wie können Lernziele entwickelt werden, die von Schule und außerschulischen Bildunsgangeboten gleichermaßen verfolgt werden? Wie können wir Familien an Lernprozessen, insbesondere im Fach Geschichte, beteiligen? Welche Lernorte, welche Projekte, welche AGs sind eine sinnvolle Ergänzung zum Unterricht?


Gedenkstätte Bergen-Belsen: Gedenkstein auf dem ehemaligen Lagergelände. Foto Andreas Jäger. Stiftung niedersächsische Gedenkstätten

 

Die Geschichte des Nationalsozialismus spielt im kollektiven Gedächtnis der Bundesrepublik Deutschland eine prägende Rolle. Besuchen Schulklassen die Gedenkstätten, die an die Verbrechen der Nationalsozialisten erinnern sollen, ist deren historischer Bezugsrahmen meist nicht homogen. Felix Höfinghoff, Mitarbeiter des Besucherdienstes der Gedenkstätte Bergen-Belsen, spricht im Interview über seine Arbeit mit den Jugendlichen. Er erläutert, wie es gelingen kann, alle Jugendlichen zu erreichen und eine Verbindung zur Gegenwart herzustellen.

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Peer

Welche Relevanz und gesellschaftliche Bedeutung hat die Wissensvermittlung durch Peergroups in unserem Bildungssystem? Wo liegen die Chancen und die Grenzen der Methode? Ariane Otto, Doktorandin an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, hat das SpeedLab „Peer Education – Lernen auf Augenhöhe“ mit kritischen Augen und Ohren begleitet, die wichtigsten Ansätze der Inputs und LernLabs zusammengefasst und wagt einen Blick in die Zukunft der Lehr- und Lernmethode. Das SpeedLab-Magazin von werkstatt.bpb visualisiert die Veranstaltung.

 

 Ein Video der Kooperative Berlin für werkstatt.bpb.de

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Bildschirmfoto 2012-08-21 um 17.51.33

“Die Zukunft der Vergangenheit. Was Geld, Games und Geschichte verbindet”, so lautete der Titel des ersten SpeedLabs unseres Schwesterprojekts DeineGeschichte. Das SpeedLab eine Art Minikonferenz, bestehend aus Inputvortrag, vier kurzen Workshops (LernLabs) und Podiumsdiskussion – stand ganz unter der Frage: Wie geht es mit der Geschichtsvermittlung künftig weiter?

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Tombografie

Die Biografie eines Auswanderers oder einer Auswanderin nachempfinden – das können Besucherinnen und Besucher des Deutschen Auswandererhaus in Bremerhaven. In Zeiten einer heterogenen Gesellschaftsstruktur zeigt der interaktive und am Nacherleben orientierte Ansatz der Vermittlung von Migrationsgeschichte insbesondere bei jungen Besucherinnen und Besuchern große Wirkung. Im Interview erklärt Karin Heß, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Auswandererhauses, mit welchen Mitteln sie Migrationsgeschichten, die ihren Ausgangspunkt in Bremerhaven gefunden haben, erzählen.

 

 

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flickr:markdan


Es geht vor allem darum, Schülerinnen und Schüler individuell zu fördern und in ihren Fähigkeiten zu bestärken. Das findet Cemal Aydin, Student der Politikwissenschaft und Soziologie sowie Dialogmoderator im Rahmen des Projekts Dialog macht Schule. Im Interview wirft er einen Blick zurück auf die eigene Schulzeit, auf die Entstehung seines politischen Interesses und wagt einen Blick in die Zukunft: Wie soll Schule aussehen, wie Politik, damit Lernende optimal gefördert werden?

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Flickr / Tim Rizzo

Die Entscheidung ist gefallen: Die Inhalte des kommenden Speedlabs Anfang Oktober stehen fest: werkstatt.bpb.de beschäftigt sich in Leipzig auf seiner vierten Kombination aus Impulsreferaten und kurzen Workshops mit dem Thema “Peer Education”. Wir wollen unter anderem diskutieren, wie die Peerkultur entstand, wer alles Peer ist und wie das Lernen in Peergroups funktioniert. Vorab wollen wir hier diskutieren, welche Fragen und Interessen für das Thema relevant sind: Welche Inhalte oder Kompetenzen können durch Peers besonders gut vermittelt werden? Und wo liegen zum Beispiel auch die Grenzen dieser Art zu Lernen? (weiterlesen …)

flickr:probek

Braucht die Schule mehr Quereinsteiger? Imke Emmerich geht dieser Frage in ihrem Artikel nach, indem sie das Projekt “Teach First” näher betrachtet. Denn das sorgt dafür, dass aus solchen Lehrerinnen und Lehrer werden, die eigentlich gar keine sind.

 

Woher kommst Du und wie viel Geld haben Deine Eltern? Auch hierzulande hängt der Bildungsweg von Kindern und Jugendlichen oft von diesen Fragen ab. Und nicht von ihren Talenten. Teach First Deutschland will das ändern. Seit 2009 schickt die Bildungsinitiative ihre „Fellows“ nach dem Vorbild von Teach for America für zwei Jahre an Brennpunktschulen – zusätzlich zu Lehrern sollen die jungen Leute dort für die Schüler da sein. Dabei sind sie gar keine Pädagogen: Fellows haben sehr gute Studienabschlüsse in Fächern wie BWL, Bio oder Jura und zum Teil schon Karriere in der Wirtschaft gemacht. Mit Teach First können sie noch mal was ganz anderes ausprobieren. Diesen Sommer treten wieder 80 Fellows ihren Schuldienst an. Bewerber-Auswahl, dreimonatiger Pädagogik-Crashkurs und Fortbildungen werden von Förderern bezahlt, das Gehalt der Fellows kommt aus den Töpfen der jeweils zuständigen Bundesländer. Für einige Schulräte und Gewerkschafter ein Unding. „Die Mittel für die Personalkostenbudgetierung sind nicht dazu da, künftigen Führungskräften und Managern den Abenteuerspielplatz zur Entwicklung ihrer ,Social Skills‘ und ihrer Kompetenz in ,Leadership‘ zu finanzieren.“ Zeilen wie diese liest man in Positionierungen der Bildungsgewerkschaft GEW gegen Teach First. (weiterlesen …)

Flickr/sludgegulper

Knappe 25 Jahre nach dem Ende der DDR ist die Auseinandersetzung mit dem vergangenen Staat für Schülerinnen und Schüler häufig wenig reizvoll. Vor allem, wenn die Jugendlichen selbst die Diktatur gar nicht mehr miterlebt haben. Wie kann aber das Interesse für die jüngst vergangene Geschichte Ostdeutschlands hergestellt werden? Michael S. Rauscher, Dozent für politische Bildung der außerschulischen Bildungsstätte wannseeFORUM erläutert in dem Artikel die Vorteile des Einsatzes von Zeitzeugen in der historisch-politischen Bildung.

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Heute am 10. November fand in Berlin im Pfefferberg das erste Speedlab von werkstatt.bpb.de statt. Hier folgt nun die erste Tageszusammenfassung in Bildern:

Das Podium vor Veranstaltungsbeginn um 10:30 Uhr. (weiterlesen …)