Lebenswelten

Das Multikultiklassenzimmer 

 

Die veränderte soziokulturelle Zusammensetzung der Gesellschaft schlägt sich auch in der Schülerschaft der Klassen nieder. Die Effekte der dauerhaften Migration und einer zunehmend individualisierten und damit ebenfalls heterogenen Schülerschaft werfen für Lehrende zahlreiche drängende Fragen auf und bestimmen den Schulalltag – vor allem auch im Bereich der historisch-politischen Bildung. Wer sind die Jugendlichen, die ich vor mir habe? Was weiß ich über sie und interessiert mich ihre ganz persönliche Geschichte überhaupt? Wie weit ist, gerade in Zeiten der Digitalisierung, der Grad der Individualisierung? Sind die Jugendlichen offen, etwas zu lernen – was sind ihre Vorbilder, ihr Bezugsrahmen, ihr Vorwissen? Oder ist "unsere" Geschichte etwas Fremdes ohne Sinn und Bezug?

 

Welche Vermittlungsmethoden und Bildungsangebote machen es möglich, die Jugendlichen dort abzuholen, wo sie "beheimatet" sind? Und wie lassen sich Themen des Geschichts- oder Politikunterrichts – wie Demokratie und Menschenrechte – an Klassen vermitteln, in denen zahlreiche Schüler_innen aus Familien stammen, in deren Erfahrungshorizonten Themen wie Zweiter Weltkrieg oder Mauerfall nicht zu den Selbstverständlichkeiten der eigenen Lebenswelt und -erfahrung gehören? Wie können die Chancen genutzt werden, die heterogene Klassenverbände mit sich bringen?

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Diversität, Vielfalt, Heterogenität – die tiefe Prägung unserer Gesellschaft durch Migration und die Notwendigkeit inklusiver Lern- und Lebensräume dringt immer mehr in unser Bewusstsein und erfordert Umdenken.  Wie kann Bildung dieser Vielfalt gerecht werden? Wie kann Feindlichkeit ihr gegenüber überwunden werden? Ein Dossier, das Beiträge von werkstatt.bpb bündelt, die sich mit Fragen der Vielfalt und Rassismusprävention ausführlicher beschäftigen.

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Idealschule aus Schülersicht

 

Schulen brauchen mehr und bessere Technik! Schüler_innen müssen programmieren lernen! Lehrende brauchen eine medienpädadgogische Grundausbildung! – Forderungen und Visionen wie diese bestimmen die Medienlandschaft. Aber welche Anforderungen stellen Schüler_innen an den idealen Lernort? Frederik, Schüler an einem Berliner Gymnasium und 14 Jahre alt, hat seine Ideen und Wünsche hier für uns notiert:

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Mediennutzung aus Schülersicht

 

Berlins Schulen werden kreidefrei! Über 90 Prozent der Jugendlichen besitzen ein internetfähiges Handy! Schon Grundschüler_innen sollten kleine Apps programmieren können! – Forderungen, Behauptungen, Schlagzeilen und Visionen wie diese bestimmen die Medienlandschaft. Aber wie sieht die Mediennutzung Jugendlicher im Einzelfall tatsächlich aus? Wir haben unseren Schülerpraktikanten Frederik (14) um einen kleinen Einblick gebeten. Hier sein persönlicher Bericht:

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Kinderschuhe (Flickr/Harald Henkel)

Interview mit Dr. Azra Dzajic-Weber

 

Klar, wir leben in einer Einwanderungsgesellschaft. Trotzdem kommt Vielfalt nicht im Alltag der Gesellschaft an – und damit auch nicht in den Schulen. Dies attestiert Dr. Azra Dzajic-Weber, Trainerin für Diversity und Interkulturelle Kompetenz sowie Vorstand von “Eine Welt der Vielfalt e.V.”, im Interview. Was muss passieren, damit die enormen Chancen von Vielfalt genutzt werden? Eine – nicht zu überraschende – Antwort vorweg genommen: Bildung spielt eine wesentliche Rolle.

 

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Am 2. Oktober fand in Wuppertal das SpeedLab “Aktive Schule – offen, präventiv und verantwortungsvoll gegen Alltagsrassismus” statt. Einen ganzen Tag lang wurde heiß diskutiert: Wie umgehen mit Alltagsrassismus im Netz? Welche Möglichkeiten hat man als Lehrer_in im Schulalltag zu reagieren und inwiefern bildet unsere Sprache unsere Einstellungen ab? Thesen, Handlungsansätze und Stimmungsbilder können Sie auf unserem Liveblog nachlesen.

 

Titelbild: cc-by-2.0_News Oresund

flickr.com  Axel Schwenke  Erdfunkstelle Usingen 2005 CC BY-SA 2.0

Um die Bekämpfung von Alltagsrassismus in Schulen dreht sich unser nächstes SpeedLab am 2. Oktober in Wuppertal. Grund genug, sich also vorab in den Medien umzuschauen, wie Schulen mit gesellschaftlicher Vielfalt in ihren Lehrer- und Klassenzimmern umgehen. (mehr …)

flickr : @doug88888

Einladung zum SpeedLab “Aktive Schule – offen, verantwortungsvoll, präventiv gegen Alltagsrassismus” – am 2. Oktober 2014 in Wuppertal

 

In Schulen sind rassistische Äußerungen und Diskriminierungen Alltag – unter Lehrenden sowie Lernenden – analog sowie im Netz. Die Fortbildungsveranstaltung “Aktive Schule – offen, verantwortungsvoll und präventiv gegen Alltagsrassismus” schafft ein Bewusstsein für rassistische Äußerungen und Handlungen im Schulkontext und bietet Lösungsansätze. Das siebte SpeedLab der Werkstatt der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb findet in Wuppertal statt. Es richtet sich an (angehende) Lehrende und ist kostenfrei. 

 

 

Zum Programm (Link)

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flickr.com  Axel Schwenke  Erdfunkstelle Usingen 2005 CC BY-SA 2.0

– Von wegen

 

Während in den Bundesländern NRW und Hamburg der Schulbetrieb nach den Sommerferien schon wieder aufgenommen wurde, blickt die Werkstatt heute auf die Berichterstattung der letzten Tage und Wochen zurück. Was war in Sachen Bildung Diskussionsthema während der Ferien? 

 

 

Digitale Agenda

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Über gewalttätige Bartträger, disziplinierte Deutsche und Heimat im Plural

 

An Schulen passiert genau das, was andernorts immer wieder künstlich herbeigeführt werden soll: die unmittelbare – und idealerweise unvoreingenommene – Begegnung von jungen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund. Hier werden Horizonte erweitert, aber auch Grenzen der Toleranz gnadenlos strapaziert.

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Bildschirme in der Erdfunkstelle Usingen 2005

Inklusives Lernen, „bunter“ Bildungsplan, Turbo-Abi

 

In der deutschen Medienlandschaft dreht sich zur Zeit vieles um Bildungsthemen wie Inklusion, Interkulturalität, Heterogenität, den Bildungsplan Baden-Württembergs sowie um das Schulmodell G8. Der Medienmonitor greift diese Debatten auf und gibt einen Überblick über die medialen Ansichten und Diskussionen.

 

Was gibt es Neues vom gemeinsamen Lernen von Menschen mit und ohne Behinderung? Was verbirgt sich hinter dem Begriff des „bunten“ Bildungsplans aus Baden-Württemberg und was hat es mit der Forderung nach “Regenbogen-Schulbüchern” auf sich? Und wie kann Schüler_innen der Stress und Druck genommen werden, den ihnen das Turbo-Abi verschafft? Außerdem stellt der Medienmonitor eine neue Schulinitiative in Berlin vor, die sich vor allem benachteiligten Schüler_innen zuwendet.

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