Sprechen wir über Nachhaltigkeit, spielt die zeitliche Ebene meist eine Rolle: Denn Nachhaltigkeit ist ein zukunftsgewandtes Konzept, das vor Augen führt, dass unser Handeln im Hier und Jetzt Auswirkungen auf die Zukunft hat. Michael Görtler, Sozialwissenschaftler und Referent für politische Jugend- und Erwachsenenbildung, setzt sich im ersten Teil eines Zweiteilers mit dem Konzept der nachhaltigen Entwicklung auseinander und bringt es in Zusammenhang mit seiner Bedeutung für die politische Bildung.
Podcast: Play in new window | Download
Viele Schülerinnen und Schüler an klassischen Schulen träumen davon, in der Freien Schule Leipzig ist es selbstverständlich: Keine Noten, kein Stundenplan, kein Lehrplan, keine Prüfungen. In einem kurzen Artikel beschreibt Henrik Ebenbeck, Lehrer an der Freien Schule Leipzig, den demokratischen Alltag der alternativen Schule. Am Rande des Fachtages „Demokratie Macht Schule“ in Leipzig sprach werkstatt.bpb.de mit ihm zudem über Motivation und Eigenverantwortung als Entwicklungsziel und nicht genutzte Gestaltungsspielräume im klassischen Lehrplan.
Im Oktober 2010 startete in Berlin das Projekt “Sprachbotschafter” mit dem Ziel, im eigenen Kiez mit kleinen Schritten zu mehr Bildungs-
gerechtigkeit beizutragen. Die Koordinatorin des Peer-Education-Projekts, Anna-Lilja Edelstein, berichtet über die Arbeit der Jugendlichen, die sich in Grundschulen engagieren und über die Herausforderungen des Lernens zwischen Gleichaltrigen sowie die Begleitung durch Lehrende.
Podcast: Play in new window | Download
“Lehrerinnen und Lehrer dürfen Kinder und Jugendliche nicht mehr als ihre Zöglinge betrachten”, sagt Kurt Edler, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Demokratiepädagogik e.V. Am Rande der Veranstaltung “Demokratie Macht Schule – Wie demokratisch ist meine Schule?” in Leipzig erläutert er im Interview mit werkstatt.bpb.de, warum das Lernen und Leben demokratischer Verhaltens- und Handlungsweisen ein wichtiger Bestandteil des Schulalltags sein sollte und verrät, wie eine Verwirklichung dieser Forderung auch an vermeintlichen “Brennpunktschulen” gelingen kann. (weiterlesen …)
Ist es schon politische Teilhabe, wenn man auf einer Veranstaltung zur politischen Bildung über die Schuhfarbe eines Referenten twittert? “Ja”, meint Nadine Karbach, Fachstelle für internationale Jugendarbeit IJAB e.V., im Interview. Gemeinsam mit dem twitternden Kollegen Jürgen Ertelt koordiniert sie das Projekt “youthpart“, das die Unterstützung, Beratung und gemeinschaftliche Weiterentwicklung netzbasierter Beteiligungs-
formate zum Ziel hat. Im Interview diskutieren sie die inflationäre Verwendung des Begriffs Partizipation, gehen auf digitale Werkzeuge ein, die die Methodenvielfalt der politischen Bildung bereichern können und setzen Teilhabe, die Bereitschaft dazu und Initiativen zu ihrer Förderung in einen internationalen Vergleich.
Die Entscheidung für die Wahl einer bestimmten Partei ist abhängig vom jeweiligen Lebensabschnitt. Verändert sich der Auftrag der (außer-)
schulischen politischen Bildung, wenn das aktive Wahlalter – wie in Österreich geschehen – schon bei 16 Jahren liegt? Und was bedeutet es, wenn Jugendliche in Schulausschüssen mit einer 2/3-Regelung stimm-
berechtigt sind? Auf dem Bundeskongress Politische Bildung 2012 sprach werkstatt.bpb.de mit Manfred Wirtitsch, Österreichisches Bundes-
ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, über die Heraus-
forderungen des österreichischen Bildungssystems.
Wie kann es der politischen Bildung gelingen, das Interesse und Verständnis von Jugendlichen für Politik so zu fördern, dass sich ein dauerhaftes politisches Engagement etabliert? Über welches Wissen verfügen die Jugendlichen bereits und wie können außerschulische Projekte die Inhalte des schulischen Unterrichts ergänzen? Auf dem Bundeskongress Politische Bildung 2012 sprach werkstatt.bpb.de mit Julie Rothe über die Ziele und Herausforderungen der Politikfabrik, einer studentischen Agentur für außerschulische politische Jugendbildung.
Können Schülerinnen und Schüler im Rahmen der politischen Bildung tatsächlich den Weg zur politischen Teilhabe erlernen? Bleiben sie doch zumindest im Schulunterricht stets Teil eines Bewertungssystems. Inwiefern ist die Bereitschaft und der Wille zu politischer Partizipation eine Frage der Sozialisation? Und wie kann es trotzdem passieren, dass Menschen in nicht demokratischen Staaten die Forderung nach politischer Teilhabe aufstellen? werkstatt.bpb.de erörtert diese Fragen gemeinsam mit Dr. Kerstin Pohl, Georg-Eckert-Institut für internationale Schulbuchforschung.
Dieses Video wurde live übertragen. Sie sehen den gespeicherten Livestream.
Foto: flickr/gemeinde.niederhelfenschwil
Aus der Welt der Gebärden herausgetreten und in der Welt des gesprochenen Wortes angekommen. Martin Zierold, Bezirksverordneter in Berlin-Mitte, Bündnis 90/Die Grünen, schildert am Rande des Bundeskongresses Politische Bildung, wie er – selbst taub – die erste Konfrontation mit der gesprochenen Sprache erlebte. Im Interview erklärt er, warum Schule und vor allem die politische Bildung wesentlich dazu beitragen können, den inklusiven Gedanken zu verwirklichen.
Das Interview wurde live übertragen. Hier sehen Sie die Aufzeichnung des Livestreams.
Foto: flickr/ServiceCenterÖGSbarrierefrei
Interessenartikulation und gleichberechtigte politische Teilhabe sind zentrale Bestandteile westlich orientierter Demokratien. Brigitte Geißel, Professorin für Politikwissenschaft und politische Soziologie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, erläutert im Interview auf dem Bundeskongress Politische Bildung 2012 “Zeitalter der Partizipation” wie sich die Exklusion einzelner gesellschaftlicher Gruppen von politischen Aktivitäten auf demokratisch organisierte Gesellschaften auswirken kann und inwiefern die Rahmenbedingungen des deutschen Schulsystems Prozesse der Inklusion bzw. Exklusion unterstützen.





Letzte Kommentare