Nadine Golly, Tagung Erinnerungskultur in der Migrationsgesellschaft, 2012

 

Wie kann Erinnerungskultur in einer Migrationsgesellschaft gestaltet werden? Wie können schulische und außerschulische Bildner und Bildnerinnen auf die Arbeit in heterogenen Lerngruppen vorbereitet werden, wie Bildungsmaterialien und Bildungsprojekte dem Ruf nach Multiperspektivität Rechnung tragen? Am Rande der Tagung “Erinnerungskultur in der Migrationsgesellschaft. Umgang mit Vielfalt in Bildungsprojekten”, zu der die Stiftung evz am 26. und 27. November einlud, sprach werkstatt.bpb mit der Sozial- und Kulturwissenschaftlerin Nadine Golly. Sie arbeitet an der Leuphana Universität Lüneburg und hat das Bildungsprojekt “Homestory Deutschland“ inhaltlich mit gestaltet. 

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Schülerworkshop an der Regionalschule Krakow am See, 2012

Wer war betroffen von der Umsiedlung aus den Ostgebieten nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges? Wie können Schülerinnen und Schüler für ein solch emotionales Thema sensibilisiert werden, so dass Geschichte nicht nur als trockenes Schulfach wahrgenommen wird? Bei einem Workshop an der Regionalschule Krakow am See im Mecklenburg-Vorpommern thematisierten zwei werkstatt.bpb.de-Referenten mit spielerischen und praktischen Elementen die Nachkriegszeit und die Gründung der beiden deutschen Staaten. Zeitzeuge Wilfried Romberg schilderte der Klasse seine Erinnerungen an diese Zeit. Die Schülerinnen und Schüler der Klasse schildern im Anschluss an den Workshop ihre Eindrücke.

 

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ErinnerungsOrteApp_Titel

Seit wann bestand die NS-Psychiatrie in Lüneburg? In wie vielen Städten Deutschlands steht ein Denkmal der grauen Busse? Was sind die Hintergründe des Denkmals für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen? Die App “Erinnerungsorte” der Bundeszentrale für politische Bildung kann diese Fragen beantworten und öffnet damit einen neuen Zugang zu geschichtsträchtigen Orten des Nationalsozialismus. Johanna Kindermann, Mitarbeiterin von werkstatt.bpb.de und Online Journalismus-Studentin, überlegt sich, wie Schulunterricht mit der App aussehen könnte. 

 

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Tombografie

Die Biografie eines Auswanderers oder einer Auswanderin nachempfinden – das können Besucherinnen und Besucher des Deutschen Auswandererhaus in Bremerhaven. In Zeiten einer heterogenen Gesellschaftsstruktur zeigt der interaktive und am Nacherleben orientierte Ansatz der Vermittlung von Migrationsgeschichte insbesondere bei jungen Besucherinnen und Besuchern große Wirkung. Im Interview erklärt Karin Heß, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Auswandererhauses, mit welchen Mitteln sie Migrationsgeschichten, die ihren Ausgangspunkt in Bremerhaven gefunden haben, erzählen.

 

 

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mediateletipos

Das werkstatt.bpb-Schwesterprojekt „DeineGeschichte – Labor für Medien & Zeitgeschichte“ veranstaltet sein erstes SpeedLab. Thema ist die Gegenwart und Zukunft der Vermittlung zeitgeschichtlicher Themen. Wir laden herzlich ein, am 9. August im Berliner Pfefferberg gemeinsam mit dem Bildungsportal DeineGeschichte zu diskutieren und zu feiern.

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flickr:Flickred!

In den vergangenen Tagen hat – ausgelöst durch den neuen twitter-Hashtag #gd_dig – in der Blogosphäre eine Diskussion zur Frage: Was ist „digitale Geschichtsdidaktik“?  begonnen. Hierzu ein paar Anmerkungen von Christoph Pallaske.

 

Gibt es eine digitale Geschichtsdidaktik? Die meisten Geschichtsdidaktiker würden die Frage heute wohl eher verneinen. Das Interesse am Thema ist (noch) nicht sehr groß. Bislang wurden der Einsatz und die Möglichkeiten digitaler Medien im Geschichtsunterricht von Geschichtsdidaktikern relativ wenig thematisiert,[1] sondern stärker von „digital affinen“ Geschichtslehrern und Praktikern aufgegriffen und vorangebracht.[2]

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Flickr / karifrankowski

Am 20. Juni hat der Forschungsverbund SED-Staat die Ergebnisse einer Studie über die Geschichtskenntnisse deutscher Jugendlicher vorgestellt. Schon der Titel “Später Sieg der Diktaturen?” lässt keinen Zweifel: Was die NS-Zeit oder die DDR angeht, sind die heutigen Schülerinnen und Schüler ahnungslos – so zumindest das Fazit der Studie. Und während ein Großteil der Medien die “erschreckenden Erkenntnisse” schlagzeilenträchtig verbreitet, zweifeln andere an der Objektivität des vierköpfigen Forschungsteams.

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Bildschirmfoto 2012-03-28 um 15.59.00

Geschichte kann lebendig werden. Das bemerken die Schülerinnen und Schüler des Matthias Claudius Gymnasium während der Arbeit mit Zeitzeugen. Anstatt eine Klausur zu schreiben, führen die Schülerinnen und Schüler einer Abiturklasse in Kleingruppen je ein Zeitzeugeninterview. Im Vorfeld veranstaltete das Team von werkstatt.bpb.de am 23. Februar 2012 einen Workshop in der Klasse, der hier bereits dokumentiert wurde. Nun berichtet Luise Naumann, Geschichtslehrerin am Matthias Claudius Gymnasium, wie sie den Tag erlebt hat.

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Bildschirmfoto 2012-03-08 um 17.08.39

In dieser Woche findet vom 8. bis zum 10. März 2012 die fünfte Geschichtsmesse der Bundesstiftung Aufarbeitung der SED-Diktatur statt. Das Motto in diesem Jahr: „Die Zukunft der Aufarbeitung – Demokratie und Diktatur in Deutschland und Europa nach 1945″. Das dreitägige Forum wendet sich bundesweit an Träger und Institutionen der kommunalen Bildungs- und Kulturarbeit, die eigene Projekte vorstellen und Projekte Anderer kennenlernen möchten. Ziel ist es, eine möglichst breite, öffentliche Auseinandersetzung mit der deutschen Teilung und Einheit zu fördern. Ein Schwerpunkt ist in diesem Jahr die „Geschichtsvermittlung in der Einwanderungsgesellschaft“. Oliver Baumann von der Kooperative Berlin stellt hierzu am 9. März werkstatt.bpb.de vor.  (weiterlesen …)

Studentin und Studenten der FU Berlin

 

Was denken angehende Lehrerinnen und Lehrer über das Lehr- und Lernmaterial der Bundeszentrale für politische Bildung? Halten die Materialien den aktuell vermittelten Didaktiktheorien stand? Am 02. Februar 2012 diskutiert werkstatt.bpb.de am Friedrich-Meinicke-Institut der Freien Universität Berlin mit Studierenden aus dem Arbeitsbereich Didaktik der Geschichte über Stärken und Schwächen der Webseite Die Familie Chotzen.

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