Werkstattgespräche

Was passiert als nächstes in der Werkstatt? Wer ist beteiligt, wo hakt der Entstehungsprozess, welches Projekt erweist sich als besonders ertragreich und was denkt wer über welches Thema? Um solche und andere Fragen geht es in den Werkstattgesprächen. Intern reflektieren wir den Prozess der Projektentwicklung und veröffentlichen Hintergründe, nicht Realisiertes und weitere Schritte auf möglichen neuen Pfaden.

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Utopische Theorien und Erkenntnisse aus der Praxis miteinander verbinden – das ist eines der Ziele der Ringvorlesung „Medien & Bildung“ der Universität Hamburg. Christina Schwalbe und Ralf Appelt, beide wissenschaftliche Mitarbeitende an der Fakultät für Erziehungs- wissenschaft, Psychologie und Bewegungswissenschaft der Universität Hamburg, erklären im Interview Aufbau, Ziele und Besonderheiten der Ringvorlesung.

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Viele Schülerinnen und Schüler an klassischen Schulen träumen davon, in der Freien Schule Leipzig ist es selbstverständlich: Keine Noten, kein Stundenplan, kein Lehrplan, keine Prüfungen. In einem kurzen Artikel beschreibt Henrik Ebenbeck, Lehrer an der Freien Schule Leipzig, den demokratischen Alltag der alternativen Schule. Am Rande des Fachtages „Demokratie Macht Schule“ in Leipzig sprach werkstatt.bpb.de mit ihm zudem über Motivation und Eigenverantwortung als Entwicklungsziel und nicht genutzte Gestaltungsspielräume im klassischen Lehrplan.

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“Lehrerinnen und Lehrer dürfen Kinder und Jugendliche nicht mehr als ihre Zöglinge betrachten”, sagt Kurt Edler, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Demokratiepädagogik e.V.  Am Rande der Veranstaltung “Demokratie Macht Schule – Wie demokratisch ist meine Schule?” in Leipzig erläutert er im Interview mit werkstatt.bpb.de, warum das Lernen und Leben demokratischer Verhaltens- und Handlungsweisen ein wichtiger Bestandteil des Schulalltags sein sollte und verrät, wie eine Verwirklichung dieser Forderung auch an vermeintlichen “Brennpunktschulen” gelingen kann. (weiterlesen …)

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Warum ist das Vorantreiben von Open Educational Resources (OER) wichtig? Inwiefern sind OER ein Zeichen für die Veränderung des Lernens und der Lehre? Warum haben diese offenen Lehr- und Lernmaterialien etwas mit dem Urheberrecht zu tun? Unter anderem diese Fragen beantwortet Elly Köpf, Projektmanagerin im Bereich Bildung und Wissen bei Wikimedia Deutschland, im Gespräch mit Markus Heidmeier und Jaana Müller. Köpf sieht eine Zukunft von OER und glaubt daran, dass sie zunehmend bedeutsamer werden.

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Multimediale Möglichkeiten – was ist unter dieser Begrifflichkeit zu verstehen? Können Open Educational Resources (OER) diese Möglichkeiten ausschöpfen? Mit dem Erziehungswissenschaftler Wilfried Hendricks, Mitbegründer des Instituts für Bildung in der Informationsgesellschaft (IBI) und emeritierter Professor am Institut für Berufliche Bildung und Arbeitslehre der TU Berlin, diskutieren Markus Heidmeier und Jaana Müller unter anderem diese Frage. Er erklärt im Gespräch, welche Vorteile und welche Gefahren OER vereinen und verrät, wen er als Treiber von OER sieht.

 

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Nadine Golly, Tagung Erinnerungskultur in der Migrationsgesellschaft, 2012

 

Wie kann Erinnerungskultur in einer Migrationsgesellschaft gestaltet werden? Wie können schulische und außerschulische Bildner und Bildnerinnen auf die Arbeit in heterogenen Lerngruppen vorbereitet werden, wie Bildungsmaterialien und Bildungsprojekte dem Ruf nach Multiperspektivität Rechnung tragen? Am Rande der Tagung “Erinnerungskultur in der Migrationsgesellschaft. Umgang mit Vielfalt in Bildungsprojekten”, zu der die Stiftung evz am 26. und 27. November einlud, sprach werkstatt.bpb mit der Sozial- und Kulturwissenschaftlerin Nadine Golly. Sie arbeitet an der Leuphana Universität Lüneburg und hat das Bildungsprojekt “Homestory Deutschland“ inhaltlich mit gestaltet. 

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Gedenkstätte Bergen-Belsen: Gedenkstein auf dem ehemaligen Lagergelände. Foto Andreas Jäger. Stiftung niedersächsische Gedenkstätten

 

Die Geschichte des Nationalsozialismus spielt im kollektiven Gedächtnis der Bundesrepublik Deutschland eine prägende Rolle. Besuchen Schulklassen die Gedenkstätten, die an die Verbrechen der Nationalsozialisten erinnern sollen, ist deren historischer Bezugsrahmen meist nicht homogen. Felix Höfinghoff, Mitarbeiter des Besucherdienstes der Gedenkstätte Bergen-Belsen, spricht im Interview über seine Arbeit mit den Jugendlichen. Er erläutert, wie es gelingen kann, alle Jugendlichen zu erreichen und eine Verbindung zur Gegenwart herzustellen.

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Ein wesentlicher Aspekt der Debatten über Reformen im Bildungsbereich ist eine individualisiertere Unterrichtsgestaltung, die sich stärker als bisher an den Stärken und Schwächen der Schülerinnen und Schüler einer Klasse orientiert. Ein Ansatz der Gymnasiallehrerin und Ermutigungstrainerin, Corinna Lammert, ist das sogenannte „Unterrichtsgespräch 2.0“. Mittels einer twitterähnlichen Technik schafft sie in ihrem Unterricht einen zweiten Kommunikationskanal – parallel zur herkömmlichen „Melde“-Methode. Im „Unterrichtsgespräch 2.0“ können insbesondere introvertiertere Schülerinnen und Schülern anders als bisher am Unterricht teilnehmen und ihre Gedanken einbringen. Auf dem zehnten EduCamp in Ilmenau sprach werkstatt.bpb.de mit Corinna Lammert über ihre Erfahrungen mit der Methode.

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Auf der Lernplattform tacitus.cc stellen Oberstufenschüler und -schülerinnen der Kooperative Gesamtschule Schuldorf Bergstraße anderen interessierten Jugendlichen ihre aufbereiteten Lernblätter, Unterrichtsmaterialien und -ergebnisse online und frei zugänglich zur Verfügung. Als OER-Schülerinitiative erfährt die Plattform – parallel zu den Vorgaben der Lehrenden – eine besonders hohe Akzeptanz durch andere Schülerinnen und Schüler, so Simon Kraft, Initiator und ehemaliger Schüler der Kooperativen Gesamtschule. Im werkstatt-Gespräch erzählt er, wie es zu der Initiative kam, wie die Schule reagierte und wie die Plattform zukünftig ein deutschlandweites Netzwerk werden soll.

 

Die Webseite tacitus.cc befindet sich derzeit im Umbau. 

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Schon bei Lehramtsstudierenden zeigt sich eine gewisse Abwehrhaltung, wenn es um die Arbeit mit neuen Medien geht, meint Horst Niesyto, Sprecher der Initiative “Keine Bildung ohne Medien” und Professor für Erziehungswissenschaften mit dem Schwerpunkt Medienpädagogik an der PH Ludwigsburg. So scheint dem Beruf des Lehrenden weiterhin ein Habitus der Verdrossenheit im Einsatz neuer Medien anzuhaften. Zumindest muss sich laut Niesyto sowohl in Theorie und Praxis, Lehrerausbildung und Schulalltag noch einiges ändern, denn momentan attestiert er der Medienbildung ein Integrationsproblem. Sie schaffe die Einbindung in den fachbezogenen Unterricht einfach nicht.

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