„Die Vielfalt der Gesellschaft sollte sich in einer Schule abbilden“

 

Gibt es eine Schule für alle? Die Offene Schule Köln will so eine sein: Eine Schule mit gleichberechtigter Teilhabe aller. Eine Schule, an der jedes Kind individuell gefördert wird. Denn: Nur auf diese Weise kann Schule die Vielfalt der Gesellschaft abbilden, sagt der Leiter der Offenen Schule, Hans Flinkerbusch.

Im Interview mit werkstatt.bpb.de erklärt er die Vision der Offenen Schule Köln und erzählt von seinen Erfahrungen aus dem Alltag einer Schule, die für alle da sein möchte. Auf der Zeitkonferenz „Schule & Bildung“ am 6. Mai 2014 in Berlin stellt Flinkerbusch die Entstehungsgeschichte und das Konzept der vor einem Jahr gegründeten Offenen Schule Köln vor. Anschließend gibt es Gelegenheit zum Austausch mit ihren Lehrkräften wie beispielsweise der Sonderpädagogin Martina Salchow: „Der große Vorteil einer inklusiven Schule ist, dass es keine Norm gibt, über die alle springen müssen“, erklärt sie und plädiert dafür, die Stärken jedes Schülers und jeder Schülerin individuell zu fördern sowie Schwächen zu akzeptieren. Lehrer_innen müssten anerkennen, dass nicht alle Menschen im Gleichschritt lernen können.

 

Auch Schüler_innen der Schule kamen zu Wort: Für die 13jährige Johanna ist das Konzept der Offenen Schule Köln das Richtige. Sie wechselte vor einem Jahr vom Gymnasium an die inklusive Schule und erzählt: „Das Lernen macht mir mehr Spaß – und ich habe endlich Freundinnen an der Schule gefunden.“

 

Das Interview führte Lara Falkenberg für werkstatt.bpb.de.

 

Foto: flickr.com/JefferyTurner, Lizenz: CC BY 2.0